Last update: 23.09.2022
 
     
 

2022
1. - 4. Quartal

 
     
     
 
Ich höre momentan (außer Chicago) ziemlich oft:
 

Sortiert nach freier Rezensierungsreihenfolge

 
 
Conny's Punktlegende
 
Conny's Plattenteller - Index
 

JASON SCHEFF
Here I Am
Bassline Productions
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(2019)
Länge: 43:38

Songs:
1. Will You Still Love Me
2. Here I Am
3. Look Away
4. Wonderful Day
5. If You Only Knew
6. Feelin' Stronger Everyday
7. What Kind Of Man Would I Be?
8. Never Even Had The Chance
9. Hard To Say I'm Sorry
10. Away

Musik-Art: Mainstream Pop-Rock


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Conny's (Kurz)-Kritik:
Produziert von Jay DeMarcus, wurde aus Jason Scheff's 2. Solowerk ein Potpourri von 5 alten Chicago-Hits und 5 neuen Songs, wobei die Chicago-Neuauflagen mich nicht so vom Hocker hauen. Bei den neuen Songs handelt es sich zumeist um Mainstream-Rock-Balladen, manchmal lebhaft, öfters langsam. Einzig "Wonderful Day" als leicht Soul-Funk-Blues angehauchter Rocksong mit Bläsern überrascht da positiv, Robbie Krieger an der Slide-Gitarre und Pino Palladino am Bass wirken hier auch mit.
Ansonsten hätte ich mir ein bisschen mehr Eigeninitiative in Punkto Songwriting von Jason gewünscht, da allemal die neuen Songs Fremdkompositionen sind.


Bewertung:
6-7 Punkte (von 12)

Klang:
7 Punkte (von 12)

 

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KOOL AND THE GANG
PERFECT UNION

Omnivore Recordings OVCD 428
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(2021)
Länge: 36:12


Tracks:
1: Pursit Of Happiness

2: The Weekend
3: Leave It On The Dance Floor
4: High
5: Sexy (Where'd You Get Yours)
6: All To Myself
7: R.O.Y.A.L.T.Y. (Kool & The Gang Mix)
8: Hold On
9: Good Time
10: Pursit Of Happiness (Rap Version)

Musik-Art: Funk-Soul-Dance with Brass

 

Conny's (Kurz)-Kritik:
Ein riesengroßer Fan dieser Band war ich eigentlich nie, aber seit ihrer "Balloise Session" 2017 in Basel war ich sehr positiv überrascht.
Wer auf handwerklich gut gemachte, Funk-Soul-Dance Musik mit scharfen Bläsern steht, ist mit diesem Album sehr gut bedient. Zwar gibt es hier keine Hits aus alten Zeiten wie "Cherish", "Ladies Night" oder "Joanna", aber das schmälert nicht den überwiegend positiven Gesamteindruck des Albums. In den Songs geht's um Liebe mit ein bißchen Sozialkritik, in "Pursuit of happiness" mit Rap-Abschnitten. Die Bläser erscheinen mir des öfters zu sehr synthetisch, aber anscheinend wurde hier nichts dazu programmiert. Sehr gute Aufnahme in Klang und Produktion.

Bewertung:
7-8 Punkte (von 12)

Klang:
9-10 Punkte (von 12)


DEF LEPPARD
Diamond Star Halos
UMC 3894511
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(2022)
Länge: 61:32

Songs:
1. Take What You Want
2. Kick
3. Fire It Up
4. This Guitar
5. SOS Emergency
6. Liquid Dust
7. U Rok Mi
8. Goodbye For Good
9. All We Need
10. Open Your Eyes
11. Gimme A Kiss That Rocks
12. Angels (Can't Help You Now)
13. Lifeless
14. Unbreakable
15. From Here To Eternity

Musik-Art: Kommerzieller Hard-Rock mit Pop-Rock


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Conny's (Kurz)-Kritik:
Dieses Album präsentiert kommerziellen Hard-Rock in 4 Varianten: Country-Pop-Rock, soliden Hard-Rock, pompöse Piano/Streicher-Balladen und plumpen Rock-Pop.
Der Country-Pop-Rock (mit Alison Kraus in "This Guitar" + "Lifeless") klingt aber nicht mal so schlecht. Und außer den soliden Hard-Rock-Nummern (wie z B. "Take what you want") existieren auch pompöse Piano-(Mike Garson: sehr virtuos!) Streicher-Balladen ("Goodbye for good this time", "Angels") und bringen den nötigen Schmalz, einige plumpe Rock-Pop-Songs (wie z. B. "All we need") müssen vielleicht auch sein.
Trotzdem:
Joe Elliot bringt die nötige Gesangshitze, Phil Collen + Vivien Campbell teilen sich die grundsolide Gitarrenarbeit, wobei Phil die meisten Solis spielt. Rick Savage's Bass und Rick Allen's Drums fabrizieren den nötigen Rhythmus, gerade weil Rick bei jedem der 15 Songs mit "Drum programming" unterstützt wird...

Bewertung:
6-8 Punkte (von 12)

Klang:
8 Punkte (von 12)

 

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GENERATION RADIO
GENERATION RADIO

Frontiers Music FR CDVD 1247
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(2022)
Länge: 40:13


Tracks:
1: Why Are You Calling Me Now?

2: Angels
3: All Night To Get There
4: I Hope You Find It
5: Time To Let It Go
6: Lights Go Out In Paradise
7: Don't Go
8: Smoking
9: Anything But Us
10: Waiting On Your Sunshine
11: Finally Got It Right

Musik-Art: Mainstream Pop-Rock

 


Conny's (Kurz)-Kritik:
Mit reichlich Vorschusslorbeeren wird "Generation Radio" angekündigt, "Supergroup", "Melodic-Rock" vom feinsten, da bin ich mal gespannt.
Die bekanntesten Members dieser Band sind Ex- Chicago Sänger/Bassist Jason Scheff (Bass/Vocals) und Rascal Flatts-Chef Jay De Marcus (Keyboards/Bass/Vocals), der auch "Chicago XXX" produzierte. Des weiteren sind auch Ex-Journey Deen Castronovo (Schlagzeug/Gesang), Rascal Flatts Tom Yankton (Gitarre/Gesang) und auch Chris William Rodriguez von Garth Brooks (Gitarre/Gesang) mit an Bord.
Verdarben hier zu viele Köche den Brei?
Naja, für mich etwas zuviel Zucker.
Das ganze Menü entwickelt sich zu einem Mainstream/Pop-Rock-Gang mit einigen Melodic-Rocksongs, diese Filetstücke sind auch die besten (wie "Why Are You Calling Me Now", "Lights Go Out In Paradise", "Smoking"), die anderen Balladen-Medaillons und etwas schnelleren Appetit-Happen plätschern so im Mittelmaß dahin. Handwerklich solide, passabel gesungen, besonders von Jason, den Gesang von Jay DeMarcus muss man mögen. Er ist auch der Produzent des Albums, das merkt man...er hätte es aber etwas besser abschmecken müssen....


Bewertung:
6-7 Punkte (von 12)

Klang:
8 Punkte (von 12)

 

JOURNEY
Freedom
Frontiers Music FR CD 1237
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(2022)
Länge: 73:12

Songs:
1. Together We Run
2. Don't Give Up On Us
3. Still Believe In Love
4. You Got The Best Of Me
5. Live To Love Again
6. The Way We Used To Be
7. Come Away With Me
8. After Glow
9. Let It Rain
10. Holdin On
11. All Day All Night
12. Don't Go
13. United We Stand
14. Life Rolls On
15. Beautiful As You Are

Musik-Art: Mainstream-Rock


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Conny's (Kurz)-Kritik:
Journey bleibt auch hier ihrer Linie treu: Hauptsächlich Mainstream-Rock, ab und zu etwas Hard-Rock und Rock-Schmuse-Balladen. Vorherrschend: Neil Schon's Gitarre und Arnel Pineda's Gesang, solider Narada Michael Walden, wobei Neil Schon's Gitarre des öfteren doch schon etwas nervt.
Klang/Produktionstechnisch leider nur Mittelmaß.

Bewertung:
6-8 Punkte (von 12)

Klang:
6-7 Punkte (von 12)


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DAVID PAICH
FORGOTTEN TOYS

The Players Club TPC76792
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(2022)
Länge: 29:08


Tracks:
1: Forward

2: Willibelongtoyou
3: Spirit Of The Moonrise
4: First Time
5: Queen Charade
6: All The Tears That Shine
7: Lucy

Musik-Art: Rock-Pop with Jazz + Blues

 


Conny's Kritik:
David Paich's erstes Soloalbum entpuppt sich als sehr professionell gemachtes Rock-Pop Werk, mit Jazz und Blues im Gepäck. Dennoch locker genug, um sich nicht im Gehörgang allzu schnell zu verflüchtigen. Nur sieben Tracks, davon 5 Songs und 2 Instrumentals auf insgesamt knappen 30 Minuten erscheint mir etwas zu kurz, aber das trübt nicht den positiven Gesamteindruck des Albums. David Paich's Gesangs- und Tastenarbeiten sind sehr solide und professionell, Gitarren-Asse wie Kollegen Steve Lukather und Dean Parks geben den nötigen Rock-Schub. Michael Sheerwood hat einen Gastauftritt als Sänger in „All the tears that shine“ wo auch Brian Eno den Synthesizer bedient. Etwas ungewohnt sehr jazzig wird es am Schluss in „Lucy“, ein Piano-Trompetenbetontes Instrumental mit Solis von Mike Lang (Piano) und David Paich (Orgel).

Zu den Tracks:

Forward (David Paich)
Kurzes Synth-Streicher Instrumental, als Einleitung des Albums OK.

Willbelongtoyou (D. Paich/J. Williams)
Gut gemachter Mainstream-Rock à la Toto, gesungen von David Paich und Joseph Williams, u. a. mit Steve Lukather an der Gitarre und Nathan East am Bass.

Spirit of the moonrise (D. Paich/J. Williams)
Bislang bekanntester und für mich stärkster Song dieses Albums, Rock-Pop mit leichtem Blues-Feeling, gesungen von David u. a. wieder mit Steve Lukather an der Gitarre.

First Time (D. Paich/J. Williams)
Soft-Pop-Rock à la Alan Parsons Projekt, gesungen von David. Etwas leblos aber sehr schön melancholisch.

Queen Charade (D. Paich)
Etwas rauher, pianobetonter Blues-Rock mit Blues-Harp u. a. mit Don Felder an der Slide-Gitarre, Steve Lukather an der Gitarre und Steve Jordan (Rolling Stones) am Schlagzeug. Gesungen von David, er brilliert auch am Honky-Tonk Piano.

All the Tears that shine (D. Paich/M.Sheerwood)
Piano-Synthesizer-Ballade, gesungen im rauhen Bariton von Michael Sheerwood, u. a. mit Brian Eno am Synthesizer und David's Tochter Elisabeth im Chor. Auch melancholisch aber sehr ausdrucksstark.

Lucy (D. Paich/M. Lang)
Sehr interessantes Jazz-Rock-Instrumental mit Piano Soli von Mike Lang und Organ Soli von David. Das Thema gibt synchron Piano und Trompete an. Für mich ein Highlight.


Bewertung:
8 Punkte (von 12)

Klang:
8 Punkte (von 12)

 

HANNES WADER
NOCH HIER - was ich noch singen wollte
Stockfisch Records SFR 357.4104.2
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(2022)
Länge: 67:56

Songs:
1. Die Nacht (Hölderlin)
2. Um eine bess're Welt zu schaffen
3. Novembertag
4. Es dunkelt schon in der Heide
5. Es ist vorbei
6. Le temps des cerises
7. Vorm Bahnhof
8. In stiller Nacht
9. Alte Melodie
10. Plaisir d'amour
11. Klaas der Storch
12. Herr Aage
13. Krieg ist Krieg
14. Schlimme Träume
15. Lob des Winters
16. Es will meine Liebste
17. Noch hier
18. An die Parzen (Hölderlin)

Musik-Art: Liedermacher, Alte Musik, Deutsch-Folk


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Conny's-Kritk:
Dieses wunderschöne Album ist ein sehr gelungenes Alterswerk des inzwischen 80-jährigen Hannes Wader. Er ist für mich der wichtigste deutsche Liedermacher und Chansonier mit sozialkritischen Texten. Der Sound des Albums ist "Alte Musik/Kammermusik"-artig, zumeist von Streichinstrumenten, Gitarren und Bass begleitet. Nur ab und zu wird er leicht-bissig wie früher (in „Vorm Bahnhof“, „Schlimme Träume“ oder „Klaas der Storch“) das mag für den einen oder anderen etwas zu wenig sein, aber das schmälert die gehobene Qualität des eher besinnlichen Albums nie.

Phänomenale Aufnahme mit superber Klangqualität von Stockfisch und SACD-Qualität, Super-Ausstattung mit über 60-seitigen Booklet.

Die Songs:

1. Die Nacht
Eine Rezitation aus „Brod und Wein“ von Friedrich Hölderlin, hier spricht Hannes Wader und wird nur von einem Violoncello (Martin Bärenz) begleitet.
2. Um eine bess’re Welt zu schaffen
Der bekannte Song von Mikis Theodorakis mit deutschem Text von Hannes Wader, der auch singt und Gitarre spielt. Begleitet wird er von Jens Kommnick auf der Bouzouki und Hans-Jörg Maucksch am Bass. Liebevolle Interpretation.
3. Novembertag
Melancholischer Song, dessen Text von der Großmutter von Hannes Wader stammt. Er komponierte die Musik, singt und spielt Gitarre. Begleitet wird er von Beo Brockhausen an der Altflöte, Justin Ciuche an der Viola, Martin Bärenz am Violoncello und Hans-Jörg Maucksch am Fretless Bass.
4. Es dunkelt schon in der Heide
Das bekannte deutsche Volkslied. Hannes Wader singt und spielt Gitarre, Beo Brockhausen spielt die Mbira und Hans-Jörg Maucksch Bass.
5. Es ist vorbei
Ein ruhiges Liebeslied von Hannes Wader, er singt und spielt Gitarre. Begleitet wird er von Justin Ciuche an der Viola, Martin Bärenz am Violoncello und Hans-Jörg Maucksch am Fretless Bass.
6. Le temps des cerises
Französisches Chanson von Jean-Baptiste Clement und Antoine Renard, hier singt Hannes Wader zusammen mit seinem Freund Reinhard Mey. Ulla van Daelen ist an der Keltischen Harfe, Lydie Auvray am Akkordeon, Justin Ciuche an der Viola, Martin Bärenz am Violoncello und Hans-Jörg Maucksch am Fretless Bass. Sehr kunstvoll interpretiert.
7. Vorm Bahnhof
Wieder mal etwas bissig/sarkastisches von Hannes Wader, mit Zitaten von Karl Marx. Hannes singt und spielt Gitarre, begleitet wird er von Nils Tuxen an den Gitarren und Hans-Jörg Maucksch am Bass.
8. In stiller Nacht
Liebevolles altes Lied von Friedrich Spee von Langenfield, Johannes Brahms schrieb die Musik. Sehr eindrucksvoll traurig gesungen von Hannes Wader, er wird von Ulla van Daelen an der Konzertharfe begleitet.
9. Alte Melodie
Eine alte Melodie, Komponist unbekannt, der Text ist von Hannes Wader, er singt und spielt Gitarre. Begleitet wird er von Nils Tuxen an der Slide-Gitarre, das verleiht dem Song etwas Country-Musik. Gina Guenter und Hanna Carlson singen im Hintergrund und Hans-Jörg Maucksch spielt Bass.
10. Plaisir d'amour
Altes, sehr bekanntes Chanson von Jean-Pierre Claris de Florian, die Musik stammt von Jean-Paul-Egide Martini. Sehr gefühlvoll französisch gesungen von Hannes Wader, der auch Gitarre spielt. Begleitet wird er von Lydie Auvray am Akkordeon und Hans-Jörg Maucksch am Fretless Bass.
11. Klaas der Storch
Wieder mal präsentiert sich hier Hannes Wader etwas bissiger und lustiger in dieser "Tier/Umwelt-Ballade" mit etwas "Volksmusik-Atmosphäre", von ihm stammt sowie Text auch Musik. Hannes singt und spielt Gitarre, begleitet wird er von Lydie Auvray am Akkordeon und Michael Kleinhans an der Tuba.
12. Herr Aage
Mittelalterliches Lied von Moritz Hartmann und Ernst Duis, Hannes Wader singt und spielt Gitarre, Gina Guenter spielt die Drehleier und Beo Brockhausen den Dudelsack und das Streichpsalter.
13. Krieg ist Krieg
Hannes Wader schrieb den Text 2003 während des Golfkrieges, jetzt (2022) ist er aktueller denn je. Hannes rezitiert und das Streichertrio "The Spirit of Gambo" zaubert den Streicherhintergrund.
14. Schlimme Träume
Wieder mal etwas "zackiger" präsentiert sich hier Hannes Wader in dieser "Weltuntergangs-Satire". Mit etwas "Volksmusik-Charakter" singt Hannes und spielt Gitarre, begleitet wird er von Beo Brockhausen an der Autoharp, Nils Tuxen an den Gitarren und Michael Kleinhans mit der Tuba.
15. Lob des Winters
Barockes Lied von John Christian Günther und Johann Sebastian Bach, Hannes Wader singt sehr kunstvoll und spielt Gitarre, begleitet wird er von Justin Ciuche an der Viola und Martin Bärenz am Violoncello.
16. Es will meine Liebste (Once I had a sweetheart)
Sehr romantisches, altes Liebeslied von einer irischen Tradition und Turlough O'Carolan, meisterhaft interpretiert von Hannes Wader, er singt und spielt Gitarre. Begleitet wird er von Ulla van Daelen an der Konzertharfe, Justin Ciuche an der Viola und Martin Bärenz am Violoncello.
17. Noch hier
Wunderschöne Ballade, der Text stammt von Manfred Hausin, einen alten Freund von Hannes Wader. Hannes schrieb die Musik, singt und spielt Gitarre, Nils Tuxen die Pedal-Steel und Gitarre, Hans Jörg Maucksch den Fretless Bass.
18. An die Parzen
Wieder eine Rezitation von Hannes Wader des Textes von Friedrich Hölderlin, die Musik stammt von Martin Bärenz, der auch Violoncello spielt. Eindringlich rezitiert.

Bewertung:
9-10 Punkte (von 12)

Klang:
12 Punkte (von 12)


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COLOSSEUM
RESTORATION

Repertoire Records REPUK 1430
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(2022)
Länge: 52:10


Tracks:
1: First In Line
2:
Hesitation
3: Need Somebody
4: Tonight
5: A Cowboy's Song
6: Innocence
7: If Only Dreams Were Like This
8: I'll Show You Mine
9: Home By Dawn
10: Story Of The Blues

Musik-Art: Progressiver Blues-Jazz-Rock

 


Conny's Kritik:
Nach dem Tod von Dick Heckstall-Smith (2004), John Hiseman (2018) und Barbara Thompson (2022) präsentiert Colosseum mit „Restoration“ eine „halbe“ neue Band mit altbewährtem Material.
Das Artwork des Albums erinnert an ihr Live-Album von 1971 „Colosseum Live“, mit dessen Geist lebt „Restoration“ auch weiter. Zwar spielt Jon Hiseman’s Ersatz Malcolm Mortimore (der zuvor auch bei Gentle Giant trommelte) nicht mehr so überbetont, technisch-überversiert Schlagzeug, wie es einst der Meister selbst zelebrierte und Kim Nishikawara spielt nicht so eindringlich-kraftvoll wie Dick Heckstall-Smith Saxofon, aber das sind für das gesamte Album nur geringe Nuancen, die nicht so stören. Diese Originale sind auch so gut wie gar nicht zu ersetzen. Dave Greenslade’s Ersatz Nick Steed an den Keyboards gelingt dieser Spagat schon etwas besser, er ist besonders ein Virtuose an der Blues-Orgel.
Die alten Members machen gute Arbeit. Chris Farlowe röhrt mit rauem Rock-Bluesgesang wie eh und je, Mark Clarke agiert gekonnt am Bass und singt auch (in „A Cowboy’s Song“ und „I’ll Show You Mine“) und Gitarrist Clem Clempson leistet wie gewohnt solide Saitenarbeit in Rhythmus und Soli.

Progressiver Blues-Jazz-Rock wird hier (wieder einmal) gespielt, manchmal etwas Balladenartig/langatmig wie in „Tonight“, rein instrumental wie in „If Only Dreams Were Like This“. Man wird in dem Blues-Rocker „I’ll Show You Mine“ tatsächlich in die alten „Cream“-Tage zurückgebeamt, der swingende Blues-Rocksong „Home By Dawn“ ist für mich der beste Song dieses Albums. Die anderen Songs sind auch nicht schlecht, allesamt Blues-Jazz-Rock, neue Strömungen sucht man hier vergebens.
Nostalgie pur eben, technisch sehr solide-perfekt.


Bewertung:
8 Punkte (von 12)

Klang:
7-8 Punkte (von 12)


STEVE PORCARO
SOMEDAY/SOMEHOW
Steve Porcaro ASIN: B01M031KZ3
Bei "amazon.de" bestellen!
(2016)
Länge: 55:56

Songs:
1. Ready Or Not
2. Loved By A Fool
3. Someday/Somehow
4. Swing Street
5. She's So Shy
6. Back To You
7. Face Of A Girl
8. To No One
9. Make Up
10. She's The One
11. Night Of Our Own
12. Painting By Numbers
13. More Than I Can Take

Musik-Art: Melancholischer Soft-Pop-Rock


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Conny's-Kritk:

Achtung! Dieses Album muss man sich mehrmals anhören, bevor es so richtig wirkt. Und vor allem abends, gedimmtes Licht und ein Glas Rotwein, dann hat man die richtige Atmosphäre.

Steve Porcaro’s erstes Soloalbum ist ein wahres Soloalbum, denn es enthält sehr wenig TOTO- Elemente, obwohl so manche TOTO-Mitstreiter hier mitwirken: Seine Brüder Mike Porcaro  am Bass (lverstorben am 15. März 2015) und Jeff Porcaro am Schlagzeug (verstorben am 5. August 1992) sowie Steve Lukather an der Gitarre. Einzig dem Song „Back To You“ kann man TOTO- ähnliches nicht abstreiten.
Dieses Album ist meistens sehr leise, langsam und sehr bedächtig. Steve Porcaro spielt unaufdringlich und sehr solide Keyboards, Synthesizer und Piano. Bei sieben Songs singt er, auf den anderen Songs sind Vokal-Asse wie Michael McDonald, Michael Shewood, Jamie Kimmett und Mabvuto Carpenter die Gastsänger. Andere Studio-Asse wie Marc Bonilla, Lenny Castro, Shannon Forrest u. a. agieren an den Instrumenten, sogar Steve’s Neffe Sam Porcaro gibt sich im Song „Someday Somehow“ am Bass einen Einstand.

Die Songs:

1. Ready Or Not (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Verträumter Popsong mit Orchestralen Abschnitten, mit eingängigen Piano-Thema. Steve singt und spielt Keyboards. Begleitet wird er am Bass von seinen Bruder Mike Porcaro, am Schlagzeug sitzt Shannon Forrest, an der Gitarre zupft Marc Bonilla. Michael Sherwood singt im Hintergrund und Lenny Castro macht die Percussion.

2. Loved By A Fool (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Midtempo-Popsong mit kurzen progressiven Keyboard-Abschnitten. Steve singt und spielt Keyboards, begleitet wird er von Robin DiMaggio am Schlagzeug, Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

3. Someday Somehow (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Schwebender, sehr langsamer und melancholischer Popsong, erinnert mich ein bisschen an Brian Wilson, wunderschöne Atmosphäre. Der beste Song des Albums! Steve singt und spielt Keyboards. Begleitet wird er von seinem Neffen Sam Porcaro am Bass, an der Gitarre Jimmy Haun, an der Klarinette Don Markese, Lenny Castro und Robin DiMaggio spielen Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

4. Swing Street (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Schöner Midtempo-Soul-Popsong mit kurzen Jazzelementen, gesungen von Michael McDonald. Steve Porcaro beschränkt sich auf die gemächlichen Keyboards, sein Bruder Mike agiert am Bass, Toto-Bandkollege Steve Lukather zusammen mit Jimmy Haun spielen Gitarre, Toss Panos ist am Schlagzeug, Carl Sounders an der Klarinette. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

5. She’s So Shy (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Verträumter, langsamer Lovesong mit Streicher, gesungen von Jamie Kimmett. Steve Porcaro spielt Keyboards und singt im Hintergrund. Sein Bruder Mike spielt Bass, Shannon Forrest ist am Schlagzeug, Marc Bonilla spielt Gitarre. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

6 Back To You (Steve Porcaro)
Etwas flotterer Mainstream-Pop-Rocksong, sehr „TOTO“- ähnlich. Steve singt im hohen Bariton-Bereich und spielt Keyboards. Seine Brüder Mike und Jeff begleiten ihn am Bass und Schlagzeug, Don Markese spielt Penny Whistle und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

7. Face Of A Girl (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Dramatischer, langsamer Love-Popsong mit Orchesterbegleitung, gesungen von Jamie Kimmett. Steve beschränkt sich auf die Keyboards und den Hintergrundgesang, sein Bruder Mike spielt Bass und Robin DiMaggio agiert am Schlagzeug. Marc Bonilla spielt Gitarre und Lenny Castro Percussion, Michael Sherwood singt im Hintergrund.

8. To No One (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Leise Gitarren-Streicherballade. Sehr gefühlvoll gesungen von Steve, er wird begleitet von Jimmy Haun an der Akustikgitarre und Michael Sherwood, der im Hintergrund singt.

9. Make Up (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Sehr schöne langsame Synth-Pop-Ballade, gesungen von Michael Sherwood. Die Keyboards und Synth-Effekte spendet Steve, der auch im Hintergrund singt. Sein Bruder Mike spielt Bass, die Gitarre zupft Jimmy Haun. Flöte spielt Don Markese und Percussion Robin DiMaggio.

10. She’s The One (Steve Porcaro, Michael Sherwood)
Kurze, filigrane Rock-Ballade mit TOTO-Elementen, anständig gemacht. Steve singt und spielt die Keyboards, sein TOTO-Bandkollege Steve Lukather Gitarre. Am Schlagzeug trommelt Shannon Forrest, Don Markese bläst die Flöte. Lenny Castro spielt Percussion und Michael Sherwood singt im Hintergrund.

11. Night Of Our Own (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Jamie Kimmett)
Sehr schöne Soul-Popballade, gesungen von Michael McDonald. Steve spielt Keyboards und singt im Hintergrund, Steve Lukather spielt Gitarre, Jimmy Haun zupft die Akustikgitarre, den Synthesizer bedient John van Tongeren und Jamie Kimmett singt im Hintergrund.

12. Painting By Numbers (Steve Porcaro, Michael Sherwood, Julius Robinson)
Sehr sanfte Soul-Popballade. Gesungen von Mabvuto Carpenter, Steve spielt die Keyboards und singt im Hintergrund, Steve Lukather agiert an der Gitarre und Lenny Castro spielt zusammen mit Robin DiMaggio Percussion. Im Hintergrund singen Michael Sherwood und Jamie Kimmett.

13. More Than I Can Take (Steve Porcaro)
Anständige Pop-Pianoballade, gespielt und gesungen von Steve. Hier hört man nur Steve’s gefühlvolle, sanfte Baritonstimme und sein solide gespieltes Piano.


Ist dieses Album Steve’s Tribute an seine verstorbenen Brüder Jeff und Mike?
Für mich schon. Auf jeden Fall ist es ein sehr schönes, ruhiges, sanftes und ohne Effekthascherei-Pomp- und neusten Modetrends überladenes Album von Steve Porcaro, der bisher in den vergangenen TOTO-Tagen eigentlich immer nur die 2. Geige spielte. Sei es am Gesang oder an den Keyboards. Hier überzeugt er aber meistens vollends. Zwar gerät sein Gesang nicht immer so absolut kraft- und soulig/rockig wie bei den Gastsängern, aber das schmälert die Qualität dieses Albums nur unwesentlich. Vielmehr wird der melancholische und sanfte Charakter eher gesteigert.



Bewertung:
7-10 Punkte (von 12)

Klang:
7-8 Punkte (von 12)

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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